- 7200 km in diesem Jahr gefahren
- 280 Stunden im Sattel
- 25.7 km/h im Schnitt
- an 88 von 172 Tagen Rad gefahren
- 82 km pro Radtag
- 40 km pro Tag in diesem Jahr
Dienstag, 21. Juni 2011
Zahlenspiele
Noch 10 Tage bis zum Saisonhöhepunkt, Zeit für ein paar Zahlenspiele!
Sonntag, 19. Juni 2011
Ironbike Brittnau
Einen letzten Formtest vor dem Wiedlisbacher Radmarathon habe ich heute beim Ironbike in Brittnau gemacht. Das Ironbike startet jedes Jahr im selben Ort, führt jedoch jedes Jahr in einen anderen Kanton. Diesmal war Bern an der Reihe.
Das Ironbike ist eine Rundfahrt und kein Rennen und hat eine Streckenlänge von 180km. Da wir von Aarau aus hingefahren sind wurden es allerdings 225km. Die Schweiz machte in dieser Rundfahrt seinem Ruf alle Ehre und wir durften knapp 3000 Höhenmeter sammeln.
Insgesammt waren wir 11 Leute und somit eine sehr schöne Gruppe. Das Wetter wusste allerdings überhaupt nicht was es wollte und so wurden wir unterwegs das eine oder andere mal etwas feucht, richtig nass zum Glück allerdings nicht.
Mit diesem letzten Formtest, der für mich im grossen und ganzen recht gut gelaufen ist, ist jetzt die direkte Vorbereitung für Wiedlisbach abgeschlossen. Die 225km habe ich recht gut verkraftet, meine Beine fühlen sich im Moment noch ziemlich gut an. Unterwegs bin ich allerdings doch des öfteren an meine Leistungsfähigkeit gekommen, was allerdings klar dem relativ hohen Tempo zuzuschreiben ist. Da werde ich in zwei Wochen darauf achten, nicht zu schnell zu starten. Dort habe ich dann auch das Tempo selber in der Hand, dort ist ja Windschattenfahren verboten.
| Bereits an der ersten Verpflegungsstelle |
Insgesammt waren wir 11 Leute und somit eine sehr schöne Gruppe. Das Wetter wusste allerdings überhaupt nicht was es wollte und so wurden wir unterwegs das eine oder andere mal etwas feucht, richtig nass zum Glück allerdings nicht.
| Die Pasta mussten wir uns zuerst schwer erarbeiten |
Freitag, 10. Juni 2011
Good news!
Jetzt aber zu den guten Neuigkeiten...
Mein Team für den Wiedlisbacher Radmarathon ist komplett.
Für die Strecke von 720km ist es unerlässlich ein Begleitfahrzeug dabei zu haben, welches für meine Verpflegung und alles andere sorgt was ich so brauche, damit ich mich voll auf das Radfahren konzentrieren kann.
Wir werden zu viert sein
Rolf kenne ich seit 2008. Damals war ich als Tourguide eine Woche in der Provence und Rolf war dabei als Gast.
Da fällt mir auf, dass ich also Rolf erst seit 3 Jahren kenne. Dafür haben wir schon eine Menge zusammen erlebt. Er weiss wie ich aussehe, wenn ich gerade eine starke Phase und richtig Druck auf dem Pedal habe, er kennt mich wenn ich sehr angeschlagen bin, wie beim ersten Belchen hoch drei, als es am letzten Belchen recht schlecht mit mir aussah und er weiss wie ich aussehe wenn ich mit gebrochenem Schlüsselbein und Beckenprellung auf Mallorca in der Notaufnahme im Krankenhaus liege. Also ich habe schon viele Kilometer in seinem Windschatten verbringen dürfen.
Rolf ist Vollblutsportler. All seine sehr schweren Rennen aufzuzählen, die er schon gefahren ist würde diese Seite sprengen aber ich zähle mal auf was mir in den Sinn kommt.
Ötztaler Radmarathon (mehrfach), Jeantex Tour Transalp (mehrfach), Trondheim-Oslo, Belchen hoch drei und und und...
... die 600km Runde vom Wiedlisbacher Radmarathon ist er auch schon gefahren, daher kennt er die Strecke und weiss was da auf uns zukommt.
Ausserdem ist er mehrfacher Ironman und Norseman, das ist einer der härtesten Triathlons in Norwegen.
Die besseren Hälften
Mit dabei sind dann noch unsere jeweils besseren Hälften.
Angelika ist die Frau von Rolf und hat ihn z.B. schon bei Rad am Ring (24h Rennen am Nürburgring) begleitet und verpgflegt.
Nadine ist meine Freundin und hat mich auch schon in Montello beim 24 Stunden Rennen verpflegt.
Beide wissen also was auf sie zukommt, das einzig neue wird sein die Verpflegung aus dem Auto heraus zu machen. Bei den anderen 24h Rennen, die Rolf und ich bisher gefahren sind, sind wir immer wieder an der Verpflegungsstelle vorbei gekommen, das ist diesmal nicht der Fall.
Mein Team für den Wiedlisbacher Radmarathon ist komplett.
Für die Strecke von 720km ist es unerlässlich ein Begleitfahrzeug dabei zu haben, welches für meine Verpflegung und alles andere sorgt was ich so brauche, damit ich mich voll auf das Radfahren konzentrieren kann.
Wir werden zu viert sein
- Rolf - Teamchef
- Angelika
- Nadine
- und natürlich ich
Rolf kenne ich seit 2008. Damals war ich als Tourguide eine Woche in der Provence und Rolf war dabei als Gast.
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| Eines der wenigen Bilder auf denen wir beide zu sehen sind, 2008 in der Provence |
Rolf ist Vollblutsportler. All seine sehr schweren Rennen aufzuzählen, die er schon gefahren ist würde diese Seite sprengen aber ich zähle mal auf was mir in den Sinn kommt.
Ötztaler Radmarathon (mehrfach), Jeantex Tour Transalp (mehrfach), Trondheim-Oslo, Belchen hoch drei und und und...
... die 600km Runde vom Wiedlisbacher Radmarathon ist er auch schon gefahren, daher kennt er die Strecke und weiss was da auf uns zukommt.
Ausserdem ist er mehrfacher Ironman und Norseman, das ist einer der härtesten Triathlons in Norwegen.
Die besseren Hälften
Mit dabei sind dann noch unsere jeweils besseren Hälften.
Angelika ist die Frau von Rolf und hat ihn z.B. schon bei Rad am Ring (24h Rennen am Nürburgring) begleitet und verpgflegt.
Nadine ist meine Freundin und hat mich auch schon in Montello beim 24 Stunden Rennen verpflegt.
Beide wissen also was auf sie zukommt, das einzig neue wird sein die Verpflegung aus dem Auto heraus zu machen. Bei den anderen 24h Rennen, die Rolf und ich bisher gefahren sind, sind wir immer wieder an der Verpflegungsstelle vorbei gekommen, das ist diesmal nicht der Fall.
Bad news!
Gute Neuigkeiten, schlechte Neuigkeiten. Wie immer beginnen wir mit den schlechten...
So wie es aussieht, ist es dieses Jahr der letzte Radmarathon der in Wiedlisbach ausgetragen wird. Das ist genau das Rennen, an welchem ich eigentlich die Qualifikation für das Raam schaffen wollte. Ich persönlich finde das sehr schade, immerhin ist dieses Rennen im Moment die einzige Möglichkeit in der Schweiz diese Qualifikation zu machen. Es war fest in meinem Plan dieses Rennen auch nächstes Jahr zu fahren.
Ein Trost bleibt, dieses Jahr findet es noch statt.
Sonntag, 29. Mai 2011
Passfahrt Beatenberg - Grosse Scheidegg
Bei sensationellem Wetter war heute die erste Pässefahrt von Pro cycling Aarau in diesem Jahr. Gestartet sind wir in Wilderswil bei Interlaken. Von da aus ging es erst am Thunersee entlang und dann gleich an den ersten Berg, den Beatenberg. Eine sehr schöne Strecke, welche auch immer wieder sagenhafte Ausblicke auf den Thunersee freigibt.
Oben auf dem Berg geht der Blick dann automatisch auf das bekannte Dreigestirn der Alpen, Eiger, Mönch und Jungfrau. Nach der Abfahrt und der recht flachen Überfahrt nach Meiringen kam dann der zweite Pass, die Grosse Scheidegg. Nach dem Beatenberg, welchen ich eher als einfachen Pass einstufe, ist die Grosse Scheidegg eine ganz andere Hausnummer. Ich kannte diesen Pass schon vom letzten Jahr, darum wusste ich was mich erwartet und bin erst mal nicht zu schnell reingefahren. Trotzdem war er mit seinen stellenweise 18% Steigung wieder recht anspruchsvoll. Aber die Mühen haben sich wieder mal gelohnt...
Wir waren zu neunt, das Wetter war gut, die Berge steil und hoch, die Beine und die Lunge haben gebrannt, also alles in allem ein perfekter Tag!
Oben auf dem Berg geht der Blick dann automatisch auf das bekannte Dreigestirn der Alpen, Eiger, Mönch und Jungfrau. Nach der Abfahrt und der recht flachen Überfahrt nach Meiringen kam dann der zweite Pass, die Grosse Scheidegg. Nach dem Beatenberg, welchen ich eher als einfachen Pass einstufe, ist die Grosse Scheidegg eine ganz andere Hausnummer. Ich kannte diesen Pass schon vom letzten Jahr, darum wusste ich was mich erwartet und bin erst mal nicht zu schnell reingefahren. Trotzdem war er mit seinen stellenweise 18% Steigung wieder recht anspruchsvoll. Aber die Mühen haben sich wieder mal gelohnt...
Wir waren zu neunt, das Wetter war gut, die Berge steil und hoch, die Beine und die Lunge haben gebrannt, also alles in allem ein perfekter Tag!
Freitag, 27. Mai 2011
1. Brugger Abendrennen
Nach der überstandenen Magen Darm Grippe, welche so schnell wieder weg war, wie sie gekommen war, konnte ich letzten Mittwoch in diesem Jahr zum ersten Mal beim Brugger Abendrennen starten.
Diese Rennen finden auf einem Rundkurs statt. Im Prinzip 4 Kurven immer links herum und alle können beinahe voll gefahren werden, solange nicht zuviele gleichzeitig durch die Kurve wollen. Eine Runde ist knapp einen Kilometer lang.
Es gibt mehrere Klassen und für mich ist es perfekt, dass ich mit den Junioren bzw. den Damen fahren kann. Diese Rennen dauern nur 25 Minuten plus 3 Runden, womit man ungefähr auf 30 Minuten kommt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei unseren Rennen zwischen 40 bis ca.43 km/h, also schon relativ zügig.
Gestartet wird dieses Rennen als Handicap-Rennen. Das hat in diesem Fall nichts mit Behinderung zu tun, das läuft folgendermassen. Als erstes starten die Anfänger und Damen, wenn diese ca. eine halbe Runde haben, starten die Junioren hinterher.
Ich bin mit den Junioren gestartet und war schon recht nervös, ob ich das Anfangstempo halten kann, immerhin geht es darum so schnell wie möglich das Loch zuzufahren. Wir waren zu sechst und haben das Feld nach zwei Runden eingeholt. Ich war ganz schön froh, den Anschluss nicht verloren zu haben und rechnete damit, dass es jetzt erst mal kurz etwas ruhiger wird. Darum habe ich hinten am Feld angeschlossen. Leider haben das die Junioren anders gesehen, sind am Feld vorbei geschossen und haben gleich versucht sich abzusetzen. Das ist denen auch tatsächlich geglückt, da im Feld keiner richtig nachdrücken wollte und wahrscheinlich nicht damit gerechnet haben das das klappen könnte.
Die Spitze war also mit 4 Leuten weg. Bei diesen Rennen geht es darum möglichst viele Punkte zu erfahren. Punkte gibt es jede Runde für die ersten drei die als erstes die Start-Ziel Linie überqueren. Das heisst, das Hauptfeld hatte nichts mehr mit den Punkten zu tun. Darum war das Rennen in den weiteren Runden erst mal nicht ganz so schnell wie es sonst üblich ist. Das war mir aber eigentlich ganz recht, da ich überhaupt nicht wusste wo ich Leistungsmässig stehe. Im Feld konnte ich dann allerdings recht gut mithalten und bin auch des öfteren an die Spitze gefahren.
In der Führungsgruppe hat sich einer abgesetzt und vier Runden vor Ende hat er das ganze Feld überrundet. Er ist auch gleich wieder an die Spitze des Feldes und hat erst mal richtig Druck gemacht, jetzt wurde es deutlich zackiger. Das Tempo zu halten ging sehr gut. Solange das Tempo einigermassen hoch gehalten wird kann ich gut folgen, bei plötzlichen Tempoverschärfungen macht sich meine Behinderung jedoch bemerkbar, da die "Zweibeiner" einfach spritziger sind. Trotzdem konnte ich im Zielsprint doch als dritter die Linie überqueren. Alles in allem war es ganz OK, allerdings muss nächste Woche darauf geachtet werden, die Spitze keinesfalls ziehen zu lassen.
Nach dem Wiedlisbacher Radmarathon will ich auch mal wieder versuchen, bei den Amateuren und der Elite mitzufahren. Dort ist das Feld noch grösser aber auch nochmals ungefähr 4-5km/h im Schnitt schneller.
Diese Rennen stehen im krassen Gegensatz zu den Langstreckenrennen und sind überhaupt nicht vergleichbar. Hauptsächlich will ich die Tempohärte trainieren und den Schwellenwert weiter nach oben bringen, wenn ich die Quali zum Raam schaffen will, muss ich nicht nur lange fahren können sondern auch noch relativ schnell.
Diese Rennen finden auf einem Rundkurs statt. Im Prinzip 4 Kurven immer links herum und alle können beinahe voll gefahren werden, solange nicht zuviele gleichzeitig durch die Kurve wollen. Eine Runde ist knapp einen Kilometer lang.
Es gibt mehrere Klassen und für mich ist es perfekt, dass ich mit den Junioren bzw. den Damen fahren kann. Diese Rennen dauern nur 25 Minuten plus 3 Runden, womit man ungefähr auf 30 Minuten kommt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei unseren Rennen zwischen 40 bis ca.43 km/h, also schon relativ zügig.
Gestartet wird dieses Rennen als Handicap-Rennen. Das hat in diesem Fall nichts mit Behinderung zu tun, das läuft folgendermassen. Als erstes starten die Anfänger und Damen, wenn diese ca. eine halbe Runde haben, starten die Junioren hinterher.
Ich bin mit den Junioren gestartet und war schon recht nervös, ob ich das Anfangstempo halten kann, immerhin geht es darum so schnell wie möglich das Loch zuzufahren. Wir waren zu sechst und haben das Feld nach zwei Runden eingeholt. Ich war ganz schön froh, den Anschluss nicht verloren zu haben und rechnete damit, dass es jetzt erst mal kurz etwas ruhiger wird. Darum habe ich hinten am Feld angeschlossen. Leider haben das die Junioren anders gesehen, sind am Feld vorbei geschossen und haben gleich versucht sich abzusetzen. Das ist denen auch tatsächlich geglückt, da im Feld keiner richtig nachdrücken wollte und wahrscheinlich nicht damit gerechnet haben das das klappen könnte.
Die Spitze war also mit 4 Leuten weg. Bei diesen Rennen geht es darum möglichst viele Punkte zu erfahren. Punkte gibt es jede Runde für die ersten drei die als erstes die Start-Ziel Linie überqueren. Das heisst, das Hauptfeld hatte nichts mehr mit den Punkten zu tun. Darum war das Rennen in den weiteren Runden erst mal nicht ganz so schnell wie es sonst üblich ist. Das war mir aber eigentlich ganz recht, da ich überhaupt nicht wusste wo ich Leistungsmässig stehe. Im Feld konnte ich dann allerdings recht gut mithalten und bin auch des öfteren an die Spitze gefahren.
In der Führungsgruppe hat sich einer abgesetzt und vier Runden vor Ende hat er das ganze Feld überrundet. Er ist auch gleich wieder an die Spitze des Feldes und hat erst mal richtig Druck gemacht, jetzt wurde es deutlich zackiger. Das Tempo zu halten ging sehr gut. Solange das Tempo einigermassen hoch gehalten wird kann ich gut folgen, bei plötzlichen Tempoverschärfungen macht sich meine Behinderung jedoch bemerkbar, da die "Zweibeiner" einfach spritziger sind. Trotzdem konnte ich im Zielsprint doch als dritter die Linie überqueren. Alles in allem war es ganz OK, allerdings muss nächste Woche darauf geachtet werden, die Spitze keinesfalls ziehen zu lassen.
Nach dem Wiedlisbacher Radmarathon will ich auch mal wieder versuchen, bei den Amateuren und der Elite mitzufahren. Dort ist das Feld noch grösser aber auch nochmals ungefähr 4-5km/h im Schnitt schneller.
Diese Rennen stehen im krassen Gegensatz zu den Langstreckenrennen und sind überhaupt nicht vergleichbar. Hauptsächlich will ich die Tempohärte trainieren und den Schwellenwert weiter nach oben bringen, wenn ich die Quali zum Raam schaffen will, muss ich nicht nur lange fahren können sondern auch noch relativ schnell.
Mittwoch, 18. Mai 2011
Magen Darm Grippe!
Heute wollte ich eigentlich beim Brugger Abendrennen starten. Das ist eine Serie von Trainingsrennen die jeweils am Mittwoch Abend stattfinden.
Leider hat aber in der Nacht von Sonntag auf Montag, eine Magen Darm Grippe bei mir zugeschlagen. Soweit geht es mir schon wieder besser, allerdings ist an radfahren nicht, und an Rennen fahren schon garnicht zu denken.
Ich denke frühestens am Samstag kann ich wieder mit dem Training beginnen. Das ist doppelt ärgerlich, da ich in der letzten Woche schon eine Ruhewoche eingelegt habe, da ich deutliche Anzeichen eines Übertrainings gespürt habe.
Ich hoffe das ich dann noch vier Wochen gut Trainieren kann für das grosse Rennen Anfang Juli. Direkt davor sollte ich mich mindestens noch eine Woche gut vom Training erholen. Das erste Brugger Abendrennen dieses Jahr fahre ich dann nächste Woche.
Leider hat aber in der Nacht von Sonntag auf Montag, eine Magen Darm Grippe bei mir zugeschlagen. Soweit geht es mir schon wieder besser, allerdings ist an radfahren nicht, und an Rennen fahren schon garnicht zu denken.
Ich denke frühestens am Samstag kann ich wieder mit dem Training beginnen. Das ist doppelt ärgerlich, da ich in der letzten Woche schon eine Ruhewoche eingelegt habe, da ich deutliche Anzeichen eines Übertrainings gespürt habe.
Ich hoffe das ich dann noch vier Wochen gut Trainieren kann für das grosse Rennen Anfang Juli. Direkt davor sollte ich mich mindestens noch eine Woche gut vom Training erholen. Das erste Brugger Abendrennen dieses Jahr fahre ich dann nächste Woche.
Sonntag, 1. Mai 2011
1. Militärvelo-Ausfahrt
Als ich vor 4 Jahren, der Liebe wegen, in die Schweiz gezogen bin, war mir noch nicht bewusst, dass ich mich kurze Zeit später gleich nochmals "verlieben" sollte. Ich arbeitete die erste Zeit in Dulliken bei Olten und dort gibt es einen Armee-Shop, in dem alles mögliche von der schweizer Armee verkauft wird. Ein Arbeitskollege nahm mich mal mit dort hin und da habe ich "Sie" gesehen. OK ich muss gestehen, sie ist ein paar Jährchen älter als ich aber es war Liebe auf den ersten Blick.
Eine wunderschöne Ausfahrt und mal etwas ganz anderes als mit dem Rennrad. Im nächsten Jahr am ersten Mai wird es die zweite Militärvelo-Ausfahrt geben und hoffentlich sind dann auch etwas mehr Leute dabei.
Ein schweizer Militärvelo von 1962. Von 1905 bis 1993 wurden dieser Fahrräder mit nur kleinen Änderungen vom Militär genutzt. Kurz zu den Daten: 1 Gang, knapp 25kg, drei Bremsen. Die Bremsen muss ich noch genauer erklären. Am Vorderrad hat man eine Stempelbremse, dort drückt ein Bremsklotz direkt von oben auf den Reifen was zu grossem Lärm führt aber kaum verzögert. Am Hinterrad gibt es eine Trommelbremse und Rücktritt. Ein wahres Wunderwerk der Technik, trotzdem, alle drei Bremsen zusammen betätigt, verzögern ungefähr so wie bei meinem Rennrad nur die Hinterradbremse, und das ist ja bekanntlich die schwächere am Rennrad.
Bisher nutzte ich dieses Militärvelo fast nur dazu um Besorgungen in der Stadt zu erledigen. Damit das nicht so bleibt, habe ich mir gedacht, ich schreibe bei uns im Veloclub mal eine Militärvelo-Ausfahrt aus. Gesagt, getan. Was etwas schade war, es kam ausser mir nur einer, wir waren also nur zu zweit. Unserer guten Laune hat das allerdings nicht geschadet. Rolf hatte sich extra für heute noch ein Velo organisiert und so starteten wir von Aarau aus mit unseren Bolliden in Richtung Olten. Auf Wegen, die mir gänzlich unbekannt waren, mit dem Rennrad lässt es sich nicht gut auf Schotter fahren, ging es voran. In der Ebene rollen die Fahrräder hervorragend aber bergauf muss man ganz schön Druck geben. In Olten sind wir im "Isebähnli" eingekehrt.
Wir hatten beide eine riesige Freude an der Tour, an den Velos und wie das bis jetzt gut ging. Dieses "Isebähnli" liegt direkt am Hauenstein, einer Passstrasse im Jura und es war Rolfs Idee da jetzt hoch zu fahren. OK dachte ich, dann mal hoch. Man muss sagen, dass die Hauenstein-Strasse nicht allzu steil ist, trotzdem ist das mit Militärvelos schon eine Herausforderung.
Mir wurde es da hoch ganz schön warm. Trotzdem ging es eigentlich recht gut.
Stoz wie "Bolle" haben wir dann die Passhöhe erreicht und die Abfahrt war dann einfach nur der Hammer. Wahnsinn wie diese alten Fahrräder laufen. Wieder über Olten ging es dann zurück nach Aarau, wo natürlich erst mal eingekehrt werden musste.Eine wunderschöne Ausfahrt und mal etwas ganz anderes als mit dem Rennrad. Im nächsten Jahr am ersten Mai wird es die zweite Militärvelo-Ausfahrt geben und hoffentlich sind dann auch etwas mehr Leute dabei.
Montag, 18. April 2011
Montello 24h
Das 24 Stunden Rennen in Montello war mein erstes Rennen dieser Art und diente vor allem dazu Erfahrungen zu sammeln. Ich wollte sehen, wie die Voraussetzungen für mein Vorhaben die Raam-Quali zu schaffen sind. So viel vorneweg, so schlecht sieht es gar nicht aus.
Das Rennen findet auf einem 33.5km langen Rundkurs statt. Pro Runde sammelt man etwas mehr als 400 Höhenmeter. Als Begleitperson hatte ich meine Freundin Nadine dabei. Die Begleitleute haben einen schweren und undankbaren Job. Erst warten sie 1 Stunde und 20 Minuten auf ihren Fahrer, dann haben sie kurz für 10 Minuten zu tun und dann wieder warten. Wie wichtig allerdings die Begleitung ist, sollte ich später noch feststellen…
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| Vor dem Start |
Das Rennen startete am Samstagmorgen um 9:15Uhr. Es wurde in Abständen von 20 Sekunden gestartet und Windschattenfahren ist definitiv verboten und führt zur Disqualifikation. Durch meine Startnummer war ich der erste der auf die Strecke durfte. Ich hatte mir vorgenommen die erste Runde ganz ruhig anzugehen und einfach mal sehen was so passiert.
Das ist mir geglückt, laut Ergebnissliste hatte ich die langsamste erste Runde aller Fahrer. Das lag auch mit daran, dass ich von der ersten Runde an bereits Pausen für die Verpflegung gemacht habe. Viele Leute haben nur die Flaschen gewechselt und sind direkt durchgefahren.
Ich habe mich im Vorfeld schon über die beliebtesten Anfängerfehler schlau gemacht und wusste genau, dass die Ernährung das A und O ist auf der Langstrecke. Trotzdem habe ich genau diesen Fehler gemacht. Ich habe sämtliche Produkte bereits im Training probiert und mit keinem Probleme gehabt, allerdings habe ich mich wohl nicht richtig auf die Menge an Flüssigkeit und Zusätze vorbereitet. Geplant war es mich hauptsächlich flüssig zu ernähren.
Die ersten zwei bis drei Runden waren vom Magen her ganz OK, jedoch musste ich ungewöhnlich oft pinkeln. In der ersten Runde zwei Mal in der Runde zwei und drei jeweils 4 mal. Getrunken habe ich pro Runde einen Liter und wie es aussah ging das immer direkt durch meinen Körper. Das führte dazu das es mir richtig schlecht bzw. übel wurde. So mussten die Pausen immer länger ausfallen. Also mussten wir das Ernährungskonzept über den Haufen schmeissen, denn das war gründlich gescheitert. Der erste Schritt war etwas weniger zu trinken und etwas festes in den Magen zu bekommen. Das war nach der fünften Runde etwas Pasta. Das half mal kurz, brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Vor allem die siebte Runde blieb mir im Gedächtnis, meine Beine haben förmlich geschriehen: „Brauch uns jetzt endlich mal richtig, wir wollen mal so richtig auf die Schei… hauen“, worauf mein Magen meinte: „Schei…“.
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| "Nur flüssig" hat versagt! |
Genau da war er, der Zeitpunkt an dem sich zeigt, was eine gute Begleitung Wert ist. Nadine meinte wir sollten es mal mit Salz versuchen. Sie hat dann Kartoffelchips mit Salz aufgetrieben und nach einer halben Tüte ging es mit meinem Bauch aufwärts. Ich glaube ohne diesen Einfall hätte ich vielleicht noch eine achte Runde gemacht aber das wäre es dann gewesen. Wenn man mich vor dem Rennen gefragt hat, wieviele Runden, bzw. wie weit ich fahren will, habe ich 400km bzw. 12 Runden gesagt.
Die achte Runde war deutlich besser und Nadine war sehr erstaunt, dass ich keine Pause gemacht habe und nach dem Flaschentausch gleich die Runde 9 angehängt habe. Zwischen Runde 9 und 10 hatte ich eine längere Pause in denen ich auch mal 20 Minuten geschlafen habe, der Magen war immer noch nicht optimal aber jetzt hatte man doch schon etliche Kilometer gemacht und da ist auch nicht mehr mit einem Top-Magen zu rechnen. Trotzdem war die Nacht und der Morgen die stärkste Zeit vor allem auch im Vergleich zu den anderen Fahrern.
Ganz speziell ist die Zeit zwischen der ersten Dämmerung und dem Sonnenaufgang. Müdigkeit war kein Problem und da der allgemeine Zustand sich auch nicht drastisch verschlechterte habe ich am Ende einen Dreierblock gefahren. Das heisst zwischen den Runden 11, 12 und 13 jeweils nur Flaschen gewechselt, neues Gel mitgenommen und weiter.
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| Bereits am Sonntag Morgen, eine geht noch... |
Zehn Minuten vor Ablauf der 24 Stunden war dann die 13. Runde beendet und ich somit 435.5 Kilometer gefahren und habe somit die eigene Vorgabe noch übertroffen.
Die Organisatoren haben in diesem Jahr einen neuen Preis eingeführt. Den Jure Robic Award zum Gedenken an eben diesen Jure Robic, den erfolgreichsten Extremradsportler aller Zeiten, welcher letztes Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Es soll mit diesem Award immer ein spezieller Fahrer ausgezeichnet werden. Ich freue mich riesig, der erste Sieger dieses Awards zu sein.
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| Das erste mal dabei und gleich ausgezeichnet, so kann es weiter gehen! |
Fazit:
Ich bzw. wir haben sehr viel gelernt. Im Feld waren Profis und Leute welche bereits das Race across America gefahren sind. Ich weiss jetzt wo ich stehe und bin mehr denn je davon überzeugt die Qualifikationsbedingungen für das Raam erfüllen zu können. Das wird noch einer langer und schwieriger aber gangbarer Weg. Es gilt jetzt besonders an den Schwächen zu arbeiten, allen voran der Ernährung während des Rennens. Richtig positiv bewerte ich ausser dem Magen, die restliche körperliche Verfassung nach den 24 Stunden. Keinerlei Probleme mit den üblichen Verdächtigen bei Radfahrern, dem Hintern oder dem Nacken. Der Stumpf bzw. das linke Knie haben den Umständen entsprechend sehr gut mitgespielt.
Äusserst gut hat mir der Zuspruch der anderen Radfahrer und Leute sowie die Auszeichnung mit dem Jure Robic Award gefallen.
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| ... nach den 435 Kilometern |
Sonntag, 10. April 2011
Sardinien Trainingslager
Zum zweiten Trainingslager 2011 ging es nach Sardinien. Eine Woche schön ausgiebig radfahren und Kilometerfressen waren angesagt. Mit dabei war Rolf, den ich 2008 als ich in der Provence Tourguide war kennengelernt habe und mit dem ich den ersten Belchen hoch 3 gefahren bin, und Frank ein Kollege von ihm .
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| Bereits am Abend des ersten Tages, Frank links und Rolf |
Gegen Mittag bin ich am ersten Tag in der Ferienwohnung angekommen, Rolf und Frank, welche beide aus der Gegend um Köln kommen waren bereits da, schon in kompletter Radlerkluft gekleidet und scharrten bereits mit den Hufen. Also schnell das Rad zusammen schustern und auf zur ersten Tour.
Das Wetter war am ersten, wie auch an allen anderen Tagen einfach perfekt. Immer zwischen 20 und 25° und ständig die Sonne am knallen, was besonders Frank und ich gleich mit einem schönen Sonnenbrand bezahlen mussten. Es wurde bereits auf dieser ersten etwas kürzeren Tour klar, dass Sardinien eine sehr schöne aber auch Radfahrerisch anspruchsvolle Insel ist. Flache Passagen sind äusserst rar. Eigentlich geht es immer rauf oder runter, oftmals nicht mehr als 50 Höhenmeter, dafür ein Hügel nach dem anderen. Hauptsächlich bin ich im Frühjahr flach gefahren und so war es mir sehr recht, dass jetzt auch die ersten richtigen Höhenmeter dazu kamen.
Sardinien Anfangs April, jedenfalls da wo wir waren, ist recht tot. Touristen hat es so gut wie keine und auch Radfahrer sind eher dünn gesät. Daher war es gar nicht so einfach ein offenes Lokal zu finden, welches uns etwas zu essen verkaufen wollte. Die meisten Ristorante waren noch geschlossen, darum haben wir uns, bzw. Rolf hat uns, abends Nudeln gemacht. Erst am vierten Tag gab es endlich auch mal eine Pizza, denn die wenigen Lokale welche auf hatten, wollten keine Pizza machen. Wir hatten schon bedenken, dass wir in Italien gar keine Pizza mehr bekommen. Eine Internet-Verbindung war auch nicht möglich und das ist der Grund warum dieser Post so spät kommt.
Die folgenden Tage haben den ersten Eindruck weiter bestätigt. Sehr schöne Insel und sehr anspruchsvoll im Frühjahr. Meist gab es über 2000 Höhenmeter am Tag und Strecken zwischen 140 und 185km bzw. zwischen 6 und 7 ½ Stunden Fahrzeit. Die beiden letzten Tage wurden wir dann allerdings wieder etwas zahmer, da sich dann doch so etwas wie müde Beine eingestellt haben. Immerhin blieben wir doch auch da von der Streckenlänge noch dreistellig. Trainingstechnisch natürlich eigentlich Unfug, sieben Tage am Stück mehr oder weniger durchzuknallen aber was solls?
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| Sardinien hat auch schöne Strände aber dafür war fast keine Zeit... |
Im Windschatten von Rolf, welcher wirklich gigantisch ist, ging es die Woche, vor allem am Anfang, recht gut das Tempo zu halten. Gegen Ende der Woche, wie gesagt, wurde es dann schon recht zäh und am letzten Tag habe ich mir noch zwei Haarwurzelentzündungen an meinem Stumpf eingefahren. Gut das das am letzten Tag war, denn das hätte eine Pause oder Schmerzen bedeutet. Rolf ist Langstreckenerfahren und hat auch schon mehrere Iron Man und sonstige Verrückte Dinge gemacht. Mit ihm war ich letztes Jahr im Trainingslager auf Mallorca und gefühlt war ich dieses Jahr stärker als letztes Jahr, was ja auch so sein soll.
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| Rolf und ich hatten beide ein Fahrrad-Navi dabei, welches uns ein zweimal etwas verarscht hat! |
Fazit:
Sardinien war ein sehr gutes und ich hoffe effektives Trainingslager mit 920km, 38Stunden Fahrzeit und circa 12000 Höhenmetern. Die Insel ist superschön und hat mich nicht das letzte Mal gesehen. Wie jetzt meine Form ist, wird sich nächstes Wochenende beim 24 Stunden Rennen in Montello zeigen. Eine Woche Regeneration ist eigentlich deutlich zu wenig aber das Trainingslager liess sich nicht anders legen. Vielleicht drehe ich am Dienstag noch eine kleine Runde aber sonst sehe ich mein Rad nur in der Waschstrasse oder in der Werkstatt.
Mit der Vorbereitung auf mein erstes24 Stunden Rennen bin ich soweit zufrieden. Dort werde ich auch mal sehen, was mein Stumpf zu einer so langen Belastung sagt. Ich rechne eigentlich mit keinen allzu grossen Stumpfproblemen, da es sich alles an einem Tag abspielt. Ein Etappenrennen wie 2007 die Transalp war da schon unberechenbarer, denn in einer Woche kann viel passieren, wie man jetzt am letzen Tag auch hier gesehen hat.
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| Mal sehen wo der Weg noch hinführt... |
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