Seit letzten Mittwoch bin ich bereits im Trainingslager auf Mallorca. Ich bin hier für insgesamt zehn Tage.
Am Mittwoch war Anreisetag. Gegen 15Uhr war ich am Hotel, danach wurde das Rad zusammengebaut und eine erste kleine Runde gedreht. Ich bin in einem Hotel in Can Picafort und wollte die Finca finden auf der Eva, die Cheffin von Hirsch-Sprung und somit Austrägerin vom Belchen hoch drei, momentan mit 16 Gästen eine Woche Radurlaub verbringt. Irgendwie bin ich aber an dieser riesigen Finca vorbeigefahren und habe sie nicht gesehen. Es war aber trotzdem eine schöne Einführungsrunde mit 50km.
Für den zweiten Tag haben wir uns dann in der Nähe von meinem Hotel verabredet, von wo aus ich dann mit dieser Gruppe mitfahren konnte.
Erst ging es flach und locker los, dass hatte sich allerdings beim Anstieg zum Kloster Luc dann gleich mal erledigt. Eva meinte sie fährt da mal einen Intervall hoch und so musste ich natürlich mit. Für mich wars Anschlag aber ich glaube für Eva und die beiden anderen aus der Gruppe, welche bei dieser Hatz mitmachten, ebenfalls. Ist natürlich nicht sonderlich sinnvoll und intelligent im Trainingslager den ersten Berg gleich raufzuknallen, aber macht Spass!
An der Tankstelle in der Nähe vom Kloster, war unglaublich viel los. Es hat immer recht viele Radfahrer an der Stelle aber in diesem Jahr habe ich das Gefühl es sind noch mehr.
Dann ging es weiter nach Sa Calobra. Eine ganz bekannte Strasse von 700Metern über dem Meer, bis auf Meereshöhe. Wenn man unten ist, muss man da auch wieder hoch.
Über Pollenca ging es dann wieder zurück nach Can Picafort. 150km und etliche Höhenmeter. Es scheint das Krafttraining zeigt gute Wirkung, ich habe schon ordentlich Druck auf dem Pedal.
Am dritten Tag bin ich wieder mit der Hirsch-Sprung Gruppe gefahren. Es ging einmal quer über die Insel. Über Sencelles sind wir zum Col de Söller gefahren. Dann weiter der Küstenstrasse folgend bis zum Port D Andratx.
Auch da gab es wieder etliche Höhenmeter und diesmal 160km.
Kurz vor Andratx sind wir dann an dieser Stelle vorbei gekommen...
Eigentlich unscheinbar aber genau an dieser Stelle hatte ich mir vor zwei Jahren das Schlüsselbein zusammengeschossen...
und von dieser Kneipe aus haben wir damals zum zweiten mal den Krankenwagen gerufen, beim ersten mal hatte das wohl nicht geklappt.
Am Ziel gab es dann erstmal eine Stärkung, bevor es mit dem Bus wieder zurück ging.
Samstag, 31. März 2012
Dienstag, 20. März 2012
2. Messung Bern
Wie schon in früheren Postings geschrieben, nehme ich an einer Studie der Berner Fachhochschule teil. Für ihre Bachelor-Arbeit haben mir Sarah und Jolien ein spezielles auf mich abgestimmtes Kraft-Trainingsprogramm erstellt. Dazu bin ich zwei mal pro Woche im Studio und trainiere vor allem die Bein-, Bauch- und Rumpfmuskulatur.
Die Trainingsphase ist auf zwölf Wochen angesetzt. Zu Beginn der Studie wurden in einer ersten Messung die Ausgangswerte aufgezeichnet. Jetzt nach vier Wochen wurde die zweite Messung durchgeführt.
Um die Muskelaktivität aufzeichnen zu können, werden die entsprechenden Muskeln mit Sensoren/Elektroden überwacht. Das gibt einen ganz schönen Kabelsalat...
Dann geht es auf eine Beinpresse mit fixiertem Gewicht. Mit mehreren Maximalkrafttests, bei denen ich mal nur mit rechts, mal nur mit links und auch zusammen, soviel Kraft wie möglich aufbringe, werden die Muskelaktivitäten wie auch die Kräfte gemessen und später ausgewertet.
Sehr spannend wird vor allem sein, was ich aus meinem linken Bein rausholen kann und ob ich das mehr an Kraft auch auf dem Rad umsetzen kann. Vor allem in den Bergen auf der Transalp, könnte ich die zusätzliche Kraft gut gebrauchen.
Die Trainingsphase ist auf zwölf Wochen angesetzt. Zu Beginn der Studie wurden in einer ersten Messung die Ausgangswerte aufgezeichnet. Jetzt nach vier Wochen wurde die zweite Messung durchgeführt.
Um die Muskelaktivität aufzeichnen zu können, werden die entsprechenden Muskeln mit Sensoren/Elektroden überwacht. Das gibt einen ganz schönen Kabelsalat...
Dann geht es auf eine Beinpresse mit fixiertem Gewicht. Mit mehreren Maximalkrafttests, bei denen ich mal nur mit rechts, mal nur mit links und auch zusammen, soviel Kraft wie möglich aufbringe, werden die Muskelaktivitäten wie auch die Kräfte gemessen und später ausgewertet.
Sehr spannend wird vor allem sein, was ich aus meinem linken Bein rausholen kann und ob ich das mehr an Kraft auch auf dem Rad umsetzen kann. Vor allem in den Bergen auf der Transalp, könnte ich die zusätzliche Kraft gut gebrauchen.
Sonntag, 11. März 2012
Frühlingserwachen
Jetzt endlich gibt es mal wieder einen Eintrag zum Rennradfahren, lange ist es her. Ich war allerdings in der Zwischenzeit nicht untätig, ganz und garnicht.
Wie schon angedeudet nehme ich an einer Studie teil. Es wird versucht durch ein spezielles Kraftprogramm die Dysbalancen, welche meine beiden Beine haben, etwas auszugleichen. Dazu bin ich zwei mal die Woche im Fitnessstudio und trainiere die Maximalkraft. Das haut ganz schön rein.
Dazu kommen noch circa 10 Stunden Training auf dem Rad. Das Wetter spielt auch langsam mit, die Temperaturen sind ja stellenweise sogar schon zweistellig. Unter der Woche wird der Arbeitsweg wieder zum Training genutzt und am Wochenende bin ich meist mit dem Club unterwegs.
Wie schon angedeudet nehme ich an einer Studie teil. Es wird versucht durch ein spezielles Kraftprogramm die Dysbalancen, welche meine beiden Beine haben, etwas auszugleichen. Dazu bin ich zwei mal die Woche im Fitnessstudio und trainiere die Maximalkraft. Das haut ganz schön rein.
Dazu kommen noch circa 10 Stunden Training auf dem Rad. Das Wetter spielt auch langsam mit, die Temperaturen sind ja stellenweise sogar schon zweistellig. Unter der Woche wird der Arbeitsweg wieder zum Training genutzt und am Wochenende bin ich meist mit dem Club unterwegs.
Die letzten drei Wochen hatten wir mit Pro cycling Aarau bereits wieder sehr schöne Ausfahrten. Hauptsächlich bewegen wir uns im Grundlagenausdauer-Bereich, wobei am Berg die guten Vorsätze meist schnell verflogen sind und der Dampfkochtopf kurz vor dem zerbersten steht... macht halt auch Spass!
Der zweite Saisonhöhepunkt steht jetzt fest. Ich habe mich zum "Rad am Ring" angemeldet. Ein 24 Stunden Rennen in der Eifel, genauer am Nürburgring. Aufgrund der Streckencharakteristik sicher kein einfaches Rennen, es wird darauf ankommen sich die Kräfte sehr gut einzuteilen.
Am 28. März geht es zum Trainingslager für zehn Tage nach Mallorca. Dort wird der Fokus noch auf den Grundlagen liegen, jedoch wird das Training dort schon deutlich Richtung Berge ausgedehnt werden. Schliesslich will ich zur Transalp Ende Juni fit für ebendiese sein.
Montag, 6. Februar 2012
Eiszeit
Da ich mir auf dem Arbeitsweg eine Frostbeule auf der Kniescheibe geholt habe, musste ich einsehen, dass es jetzt doch zu kalt ist um draussen zu trainieren. Im Januar habe ich doch noch den einen oder anderen Kilometer sammeln können nachdem wir wieder zurück in der Schweiz waren. Das sollte eigentlich so weiter gehen. Naja, kann man nichts machen, wird halt drinnen etwas mehr trainiert.
Im Moment bin ich mir immer noch nicht sicher was mein zweiter Saisonhöhepunkt dieses Jahr sein soll. Die Transalp steht ja fest aber dann muss noch ein Langstreckenrennen ins Programm, damit ich meinem Ziel, der Qualifikation zum RAAM, wieder etwas näher kommen kann. Keine Angst, ich fahre nicht nur zwei Rennen aber ich sehe zwei Höhepunkte vor.
Ab nächster Woche beginne ich mit einem speziellen Krafttraining, dazu ab nächster Woche mehr. Nur soviel: das wird sehr spannend...
Im Moment bin ich mir immer noch nicht sicher was mein zweiter Saisonhöhepunkt dieses Jahr sein soll. Die Transalp steht ja fest aber dann muss noch ein Langstreckenrennen ins Programm, damit ich meinem Ziel, der Qualifikation zum RAAM, wieder etwas näher kommen kann. Keine Angst, ich fahre nicht nur zwei Rennen aber ich sehe zwei Höhepunkte vor.
Ab nächster Woche beginne ich mit einem speziellen Krafttraining, dazu ab nächster Woche mehr. Nur soviel: das wird sehr spannend...
Mittwoch, 18. Januar 2012
Kia Orana - Grüezi mitenand
Wie schon erwähnt bin ich und Nadine nach dem Neuseeland Trip, auf dem wir die komplette Südinsel umrundet haben, weiter auf die Cook Islands geflogen. Das war schon seit sehr langer Zeit mein Traumziel Nummer eins nachdem ich über die Inseln einen Bericht im Fernsehen sah. Die Cook Islands bestehen aus 15 Inseln bzw. Archipelen und wir haben drei davon besucht.
Als erstes war Rarotonga auf dem Programm, die Hauptinsel mit den meisten Einwohnern. Ca. 14000 Leute wohnen dort.
In der Mitte bergig und unbewohnt, spielt sich das ganze Leben rund um die 32km lange Ringstrasse ab, die immer in Küstennähe um die Insel führt. An dieser Küste sieht es dann folgendermassen aus:
Ein Südsee-Paradies ohne Massentourismus mit sehr freundlichen Einwohner und quasi ohne giftige Tiere. Wenn man mal die Moskitos, von denen es mehr als genügend hatte, und ein paar Fische, welche man sehr selten zu Gesicht bekommt ignoriert. Das es gerade soviel Moskitos hatte lag hauptsächlich an der Jahreszeit.
Auf den Inseln wachsen sämtliche Obstsorten, welche man aus dem Supermarkt kennt. Man kann einfach in den Wald gehen und findet z.B. Mango.
Aber auch Bananen (wichtig für Radfahrer), Ananas, Papaya und und und wachsen dort. Wir brauchten das Obst nie kaufen, entweder bekamen wir das von den Unterkünften oder von den Einheimischen geschenkt. Einmal lagen wir an einem Strand und als wir gehen wollten kam eine ältere Frau mit Mangos und Bananen und schenkte sie uns und wünschte uns noch einen schönen Aufenthalt. Einfach so.
Kein Wunder fühlten wir uns gleich sehr wohl, was sich auch an der Kleidung bemerkbar machte.
Mit dem Flugzeug ging es dann auf das zweite Archipel nach Aitutaki. Eine etwas andere Insel, welche nicht so bergig ist und welche auch aus mehreren unbewohnten kleineren Inseln und einer Hauptinsel besteht.
Hinter diesen Palmen, man kann es kaum erkennen, liegt unser Bungalow. Keine zehn Meter bis an den Strand und am linken Rand sieht man schon mein neues Lieblinsspielzeug...
In Aitutki haben wir eine Bootstour gemacht, auf denen auch die äusseren Inseln angefahren wurden. Zudem hat es da auch die Möglichkeit zu unserem zweiten neuen Hobby gegeben, das Schnorcheln. Bereits auf Rarotonga haben wir das ausprobiert und waren schon dort begeistert. Fische und Korallen wie im Aquarium, nur in der freien Natur. Da ich eigentlich kein guter Schwimmer bin, war ich überrascht, wie einfach das im Meer war und wie lange man einfach so treiben konnte.
Aitutaki hat schon deutlich weniger Einwohner, ca 1800.
Auf diesem Bild kann man ganz schwach die Lieblingsbeschäftigung der Polynesier sehen. Sie sitzen gegen Abend stundenlang in Grüppchen, wahrscheinlich Familien, im Meer. Auffällig dabei ist das sie immer ein T-Shirt anhaben und allgemein sehr gut gelaunt sind. Wahrscheinlich weil sie nicht dauernd den Schrott im Fernsehen anschauen...
Das dritte Ziel war dann Atiu. Zu dem Zeitpunkt als wir dort waren hatte es ca 400 Einwohner und genau 9 Touristen. 7 Davon, inkl. wir zwei, sassen im gleichen Flugzeug. Die anderen beiden Touris haben wir nicht gesehen.
Das Fliegen auf den Cook Island läuft wesentlich einfacher ab als man das gewohnt ist. Sicherheitskontrollen gibt es keine aber in Atiu am Flughafen wird man darauf aufmerksam gemacht z.B. Atombomben gegebenenfalls an den Pilot auszuhändigen. Allerdings ist es auch ein "Voluntary Security Check" also auch freiwillig.
Atiu ist die Ursprünglichste der Inseln auf denen wir waren.
Auf Atiu kann man an einem sehr alten Ritual teilnehmen. Entstanden nachdem die Christen den Alkohol gegen 1836 auf der Insel verboten. Die Männer zogen sich in den Busch zurück um heimlich ihr selbstgebrautes "Bier" zu trinken. Es heisst Bier, hat aber nicht viel mit dem uns bekannten Bier gemeinsam. Zum einen schmeckt es gut (ich kann normales Bier überhaupt nicht ab...) und zum anderen hat es deutlich mehr Prozente. Das sogenannte Tumunu läuft dann so ab, das alle in einem Kreis um den "Barkeeper" sitzen. Der hat eine kleine Kokosnuss, in die er aus dem weissen Eimer Bier einfüllt. Dann streckt er dem ersten den Becher hin, der trinkt aus, der Barkeeper füllt wieder und der nächste ist an der Reihe. Logisch ist dann relativ schnell eine gute Stimmung im Busch. Man kann den Becher allerdings auch mit einer Handbewegung ablehen und eine Runde auslassen. Bei Touristen sind auch Frauen zugelassen. Wenn man genug hat, geht man einfach wieder nach Hause, vorzugsweise mit dem Roller...
Selten habe ich so freundliche Menschen erlebt wie in den Cook Islands. Speziell auf Atiu, wo man als Tourist immer angelächelt und einem zugewunken wird. Zu den optischen Reizen der Inseln braucht man glaube ich nur die Bilder sprechen lassen.
Zum Schluss noch ein Bild aus dem Flugzeug, welches uns am Ende von Atiu aus wieder nach Rarotonga gebracht hat.
Man achte besonders auf die vielen Blumen...
Sonntag, 1. Januar 2012
Top 10 List - Vorteile von Einbeinigen
Zum Auftakt in das neue Jahr erst mal etwas nicht ganz sooo ernst gemeintes, die Top 10 der Vorteile die ich durch meine Einbeinigkeit habe...
10: Zehennägel müssen nur an einem Fuss geschnitten werden
9: Beim Tanzen wird mir nur halb so oft auf den Fuss gestanden
8: Ich brauche nur halb so viele Socken und Paare zu Suchen entfällt komplett
7: Als Radfahrer brauche ich nur ein Bein rasieren
6: Bei schlechten Schuhen drückt nur ein Schuh
5: Ich brauche nur ein Bein mit Sonencreme einschmieren
4: Wenn mir ein schweres Gewicht auf den Fuss fällt, habe ich eine 50% Chance dass er die Prothese trifft
3: Gewichtstuning beim Radfahren, die Radprothese ist leichter als ein echtes Bein
2: Ich friere im Winter nur an einen Fuss
Trommelwirbel für die unangefochtene Nummer 1!
1: Die verdammten Scheiss-Moskitos können nur ein Bein verstechen...
10: Zehennägel müssen nur an einem Fuss geschnitten werden
9: Beim Tanzen wird mir nur halb so oft auf den Fuss gestanden
8: Ich brauche nur halb so viele Socken und Paare zu Suchen entfällt komplett
7: Als Radfahrer brauche ich nur ein Bein rasieren
6: Bei schlechten Schuhen drückt nur ein Schuh
5: Ich brauche nur ein Bein mit Sonencreme einschmieren
4: Wenn mir ein schweres Gewicht auf den Fuss fällt, habe ich eine 50% Chance dass er die Prothese trifft
3: Gewichtstuning beim Radfahren, die Radprothese ist leichter als ein echtes Bein
2: Ich friere im Winter nur an einen Fuss
Trommelwirbel für die unangefochtene Nummer 1!
1: Die verdammten Scheiss-Moskitos können nur ein Bein verstechen...
Freitag, 23. Dezember 2011
Kia Ora
Ich wünsche eine schöne Weihnacht und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Ich werde diese beiden Ereignisse in Neuseeland bei meinem Urlaub verbringen.
Nadine war bereits seit September hier um eine Sprachschule zu besuchen und ich bin Mitte Dezember gefolgt und werde sie mit einem Abstecher auf die Cook Islands wieder zurückholen.
Ganz ohne Rad geht das natürlich nicht, zumal es hier angenehm warm ist und man schön im kurzen Trikot unterwegs sein kann. Die Saison ist jedoch definitiv beendet und in diesem Urlaub werde ich auch nur kurze Ausfahrten unternehmen.
Aber gestern bin ich auf den Bluff Hill gefahren, nur 260 Höhenmeter aber mit das steilste was ich bisher gefahren bin.
Heute ist Weihnachten und es fühlt sich gar nicht danach an.
Die Hauptveranstaltung für nächstes Jahr steht seit Anfang Dezember auch fest. Ich werde zum zweiten Mal nach 2007 die Tour-Transalp fahren. Eines der schwersten Etappenrennen für Amateure, von Mittenwald nach Arco am Gardasee. Dieses Mal werde ich mit Rolf fahren, ich hoffe ich kann ihm auch folgen…
Somit ist die Hauptveranstaltung im nächsten Jahr kein Langstreckenrennen, ich werde aber trotzdem noch mindestens ein 24h Rennen fahren. Welches steht noch nicht fest.
Dienstag, 18. Oktober 2011
Fuhrparkerweiterung
Ich habe mir ein neues Spielzeug erstanden. Eigentlich träumte ich von zwei Fahrrädern. Als erstes wollte ich ein "Schlechtwetter-Fahrrad" haben. In meiner Vorstellung hatte das eine Nabenschaltung, Scheibenbremsen, 26Zoll Laufräder damit man im Winter auch die Spikes aufziehen kann, Nabendynamo, feste Lichtanlage und Schutzbleche. Alles Dinge die dafür sorgen, dass man auch unter wiedrigen und wiedrigsten Umständen raus zum radfahren kann. Das zweite Rad sollte ein sogenanntes Trekkingbike sein, mit dem man auch das ganze Gepäck transportieren kann und mit dem man auch mehrere Tage unterwegs sein kann. So ein richtig stabiler Lastesel halt.
Ich habe im Internet zig verschiedene Fahrradmarken und Händler durchgestöbert, bis ich merkte das mein "Haupthändler" ein Rad anbietet, welches beide Fliegen mit einer Klappe erschlägt. Genau so wie ich das "Schlechtwetter-Rad" haben wollte und erst noch ein Trekkingrad.
Nach einer Lieferzeit von sechs Wochen ist es letzten Mittwoch endlich angekommen. Da musste es natürlich am Wochenende gleich mal ausgiebig getestet werden.
Vollbepackt mit allem was man für eine zweitägige Radtour mit übernachtung im Zelt so braucht machte ich mich am Samstag früh auf den Weg. Als Ziel habe ich mir die nächstgelegen Hauptstadt ausgesucht, also Bern.
Auch das "normale" Bein zum rumlaufen musste natürlich mit, da ich mit der Radprothese nicht gerade gut laufen kann.
Über St. Urban ging es dann richtung Bern.
Blick zur Stadt hin, auf der rechten Seite der bekannte Bärengraben
Da der Campingplatz in der Stadt leider schon für den Winter geschlossen hatte, musste ich nochmals quer durch die Stadt um zum Campingplatz Eymatt zu kommen. Unterwegs hatte ich auch mal kurze bedenken, falls dieser Campingplatz auch nicht mehr die möglichkeit zum zelten geboten hätte. Allerdings war es dann kein Problem und so konnte ich mein Schlafquartier aufstellen.
Das einzige Bild auf dem auch ich zu sehen bin.
Die Nacht war dann recht kühl aber da ich gleich zwei Schlafsäcke dabei hatte, hatte ich es doch wohlig warm. Aus irgend einem Grund war ich der einzige auf dem Platz mit dem Zelt. Wahrscheinlich waren all die anderen Campierer vor den Banken am protestieren...
Am Sonntag ging es dann wieder zurück nach Aarau und somit war der erste Test erfolgreich abgeschlossen. Das Rad fährt sich wie ein Panzer und das ganze Gepäck werde ich in Zukunft nicht nur hinten am Fahrrad anbringen, sondern auch in sogenannten Lowrider Taschen beim Vorderrad.
Die nächste Hauptstadt wäre dann Vaduz in Liechtenstein. Aber sicher nichtmehr dieses Jahr, etwas wärmer dürfte es schon sein...
Freitag, 7. Oktober 2011
Montag, 3. Oktober 2011
MTB Fahrtechniktraining
Nach dem 24h Rennen von Hitzendorf habe ich mich entschieden erst mal eine zweiwöchige Pause einzulegen. Trotz dem gigantisch schönen Wetter in der Zeit habe ich das auch tatsächlich durchgezogen, obwohl es mich schon das eine oder andere mal im "Poppes" gejuckt hat.
Seit letztem Dienstag sitze ich jetzt wieder auf dem Rad. Ich beginne jetzt mit den Vorbereitungen für die nächste Saison und werde erst mal wieder die "Grundlagen" trainieren. In diesem ersten Block, der bis Mitte Dezember geht, wird es noch relativ locker zugehen. Solange es sinnvoll ist werde ich draussen auf dem Rad trainieren. Ausserdem soll auch in dieser ersten Zeit der neuen Saison ein gewisser Teil des Trainings durch Ausgleichssport ersetzt werden.
Da eine gute Freundinn von mir, die Eva welche ich bestimmt auch schon in früheren Posts erwähnt habe, mit ihrer Firma Hirsch-Sprung auch Mountainbike Fahrtechniktrainings anbietet, habe ich beschlossen dies als ersten "Ausgleichssport" in mein Programm aufzunehmen. Richtig, Hirsch-Sprung trägt auch den Belchen hoch 3 aus.
Auf dem Mountainbike bin ich ein blutiger Anfänger, was sich auch dieses mal wieder bestätigen sollte. Ganz ohne den roten Saft sollte es wieder mal nicht ablaufen...
Am Samstagmorgen ging es los. Die Teilnehmer wurden je nach Stärke in verschiedene Levels eingeteilt. Da ich technisch gesehen ein Anfänger bin, habe ich mich für das Level 1 entschieden. Bevor es auf das Rad ging, bekamen wir erst einmal viele nützliche Tips rund um das Bike, die Bekleidung und alles was so dazu gehört. Danach ging es an die ersten Übungen auf dem Bike. Dabei hat mich das Mountainbiken die ganzen zwei Tage sehr stark an das alpine Skifahren erinnert. Beim Skifahren "sucht" man immer die neutrale Stellung über dem Ski, auf dem Bike sollte der Schwerpunkt auf der Tretlagermitte liegen. Das war dann die erste Übung, langsam fahren. Als es langsam funktionierte, versuchten wir es mit stehenbleiben. Eine sehr wacklige Angelegenheit. Trotzdem klappte das mit ein paar Tricks erstaunlich gut.
Danach machten wir etliche Bremsübungen. Erst nur mit dem Vorderrad bremsen, dann nur hinten, und dann beide Bremsen kombiniert. Dabei wurde auch immer wieder unsere Position auf dem Rad korrigiert. Dann kam die erste "Mutprobe". Einen kurzen aber steilen Abhang herunterfahren. Klingt ja einfach und sah von unten noch locker aus, von oben allerdings garnicht so locker. Mit den Tips die wir erhalten haben ging es allerdings doch erstaunlich gut.
Nach einer Stärkung und der dazugehörenden Pause fuhren wir dann erst mal aus dem Gelände hinaus auf eine Fussgängerbrücke um uns dort auf weitere Übungen zu stürzen bzw. in meinem Fall auch bei einer weiteren Übung zu stürzen. Die Brücke is ca. 50 Meter lang und geschätzt 2.5 - 3 Meter breit. Genau in der Mitte der Brücke ist über die ganze Länge ein Abwassergitter auf dem man langfahren kann. Anfangs ging es immer auf diesem "Kanal" entlang, mit verschiedenen Übungen, wie das Rad komplett schräg halten und den Oberkörper entsprechen dagegen lehnen, damit man nicht umfällt und trotzdem zur geraden Linie weiterfährt. Am Ende der Übungen konnten wir aber nicht nur gerade auf der Brücke fahren, sondern konnten auf der Brücke sogar im Kreis fahren. Das war für mich undenkbar hatte ich doch auf dem Rennrad und auf dem Bike bisher einen Wendekreis, der dem eines Kampfjets ähnlich ist.
Allerding passierte mir bei dieser Übung auch das Missgeschick, das ich mich umgelegt habe. Wenn man sich nämlich nicht richtig um die Kurve traut, weil man denkt man kommt eventuell nicht rum, dann kommt man auch nicht rum. Dabei habe ich mich, schon fast im Stillstand, auf die linke Seite umgelegt und da dort die Prothese ist, konnte ich den Fall auch nicht abfangen. Bei dieser ganzen Aktion hatte meine Wade (natürlich rechts, wo denn sonst?) dann einen kurzen Kontakt mit dem Kettenblatt, so dass sie gleich aussah als hätte ich "Freddy Krüger" auf Besuch gehabt.
Mountainbiken ist wie das Leben, aufstehen, Dreck abwischen und weiter...
Also ging es wieder in das Gelände und das gelernte wurde versucht in die Tat umzusetzen. Nach einer weiteren "Mutprobe", einer etwas längeren steilen Abfahrt, war dann der erste Tag geschafft.
Selten hatte ich eine solche bleierne Müdigkeit in mir wie an diesem Abend. Gegen 9 Uhr Abends fiel ich in einen komatösen Schlaf.
Am zweiten Tag ging es mit einigen spielerischen Übungen und weiteren Bremsübungen auf leichtem Schotter weiter. Ganz erstaunlich was man mit dem Mountainbike auch auf diesem von Rennradlern äusserst gehassten Belag für eine Kontrolle haben kann. Die nächste steile Abfahrt wartete auch nicht lange auf sich und es wurde auch immer weniger eine wirkliche Mutprobe, denn mittlerweile bekam ich mehr vertrauen in das Rad und meine Fähigkeiten. Natürlich ging es auch an diesem zweiten Tag für mich nicht ganz ohne Sturz. Allerdings sind das niemals richtige Stürze, sondern vielmehr ein Umfallen fast aus dem Stand, bzw. beim losfahren. So ist das diesmal auch beinahe schrammenfrei abgelaufen.
Da wir uns während der Übungen am zweiten Tag immer weiter in die Freiburger Bergwelt hochgefahren haben, hatten wir zum Ende hin eine wunderschöne Abfahrt quasi komplett auf Trails auf der wir das Erlernte anwenden konnten.
Ich habe keine Sponsoren und brauche für nichts und niemanden Werbung machen. Wenn ich aber von einem Produkt wirklich überzeugt bin, mache auch auch gerne dafür Werbung. Dieses Fahrtechnik-Training kann ich nur weiter empfehlen. Nicht nur für angehende Mountainbiker, durch die verschiedenen Gruppen kommen auch bereits geübte Fahrer auf ihre Kosten und können bestimmt noch so einiges dazu lernen. Ausserdem mag ich die Stimmung in der Gruppe die das gesamte Hirsch-Sprungteam "zaubern" kann.
Für mich war das ein sehr gelungenes Kontrastprogramm zu der Kilometerbolzerei auf dem Rennrad und ich denke einiges des gelernten kann ich auch auf dem Rennrad anwenden. Wer weiss, vielleicht steht ja auch ein Mountainbike schon bald mal auf meiner Einkaufsliste, allerdings werde ich in einem meiner nächsten Posts erstmal noch ein anderes Velo vorstellen...
P.S. den Link zu Hirsch-Sprung findet ihr auf der rechten Seite...
Seit letztem Dienstag sitze ich jetzt wieder auf dem Rad. Ich beginne jetzt mit den Vorbereitungen für die nächste Saison und werde erst mal wieder die "Grundlagen" trainieren. In diesem ersten Block, der bis Mitte Dezember geht, wird es noch relativ locker zugehen. Solange es sinnvoll ist werde ich draussen auf dem Rad trainieren. Ausserdem soll auch in dieser ersten Zeit der neuen Saison ein gewisser Teil des Trainings durch Ausgleichssport ersetzt werden.
Da eine gute Freundinn von mir, die Eva welche ich bestimmt auch schon in früheren Posts erwähnt habe, mit ihrer Firma Hirsch-Sprung auch Mountainbike Fahrtechniktrainings anbietet, habe ich beschlossen dies als ersten "Ausgleichssport" in mein Programm aufzunehmen. Richtig, Hirsch-Sprung trägt auch den Belchen hoch 3 aus.
Auf dem Mountainbike bin ich ein blutiger Anfänger, was sich auch dieses mal wieder bestätigen sollte. Ganz ohne den roten Saft sollte es wieder mal nicht ablaufen...
Am Samstagmorgen ging es los. Die Teilnehmer wurden je nach Stärke in verschiedene Levels eingeteilt. Da ich technisch gesehen ein Anfänger bin, habe ich mich für das Level 1 entschieden. Bevor es auf das Rad ging, bekamen wir erst einmal viele nützliche Tips rund um das Bike, die Bekleidung und alles was so dazu gehört. Danach ging es an die ersten Übungen auf dem Bike. Dabei hat mich das Mountainbiken die ganzen zwei Tage sehr stark an das alpine Skifahren erinnert. Beim Skifahren "sucht" man immer die neutrale Stellung über dem Ski, auf dem Bike sollte der Schwerpunkt auf der Tretlagermitte liegen. Das war dann die erste Übung, langsam fahren. Als es langsam funktionierte, versuchten wir es mit stehenbleiben. Eine sehr wacklige Angelegenheit. Trotzdem klappte das mit ein paar Tricks erstaunlich gut.
Danach machten wir etliche Bremsübungen. Erst nur mit dem Vorderrad bremsen, dann nur hinten, und dann beide Bremsen kombiniert. Dabei wurde auch immer wieder unsere Position auf dem Rad korrigiert. Dann kam die erste "Mutprobe". Einen kurzen aber steilen Abhang herunterfahren. Klingt ja einfach und sah von unten noch locker aus, von oben allerdings garnicht so locker. Mit den Tips die wir erhalten haben ging es allerdings doch erstaunlich gut.
Nach einer Stärkung und der dazugehörenden Pause fuhren wir dann erst mal aus dem Gelände hinaus auf eine Fussgängerbrücke um uns dort auf weitere Übungen zu stürzen bzw. in meinem Fall auch bei einer weiteren Übung zu stürzen. Die Brücke is ca. 50 Meter lang und geschätzt 2.5 - 3 Meter breit. Genau in der Mitte der Brücke ist über die ganze Länge ein Abwassergitter auf dem man langfahren kann. Anfangs ging es immer auf diesem "Kanal" entlang, mit verschiedenen Übungen, wie das Rad komplett schräg halten und den Oberkörper entsprechen dagegen lehnen, damit man nicht umfällt und trotzdem zur geraden Linie weiterfährt. Am Ende der Übungen konnten wir aber nicht nur gerade auf der Brücke fahren, sondern konnten auf der Brücke sogar im Kreis fahren. Das war für mich undenkbar hatte ich doch auf dem Rennrad und auf dem Bike bisher einen Wendekreis, der dem eines Kampfjets ähnlich ist.
Allerding passierte mir bei dieser Übung auch das Missgeschick, das ich mich umgelegt habe. Wenn man sich nämlich nicht richtig um die Kurve traut, weil man denkt man kommt eventuell nicht rum, dann kommt man auch nicht rum. Dabei habe ich mich, schon fast im Stillstand, auf die linke Seite umgelegt und da dort die Prothese ist, konnte ich den Fall auch nicht abfangen. Bei dieser ganzen Aktion hatte meine Wade (natürlich rechts, wo denn sonst?) dann einen kurzen Kontakt mit dem Kettenblatt, so dass sie gleich aussah als hätte ich "Freddy Krüger" auf Besuch gehabt.
Mountainbiken ist wie das Leben, aufstehen, Dreck abwischen und weiter...
Also ging es wieder in das Gelände und das gelernte wurde versucht in die Tat umzusetzen. Nach einer weiteren "Mutprobe", einer etwas längeren steilen Abfahrt, war dann der erste Tag geschafft.
Selten hatte ich eine solche bleierne Müdigkeit in mir wie an diesem Abend. Gegen 9 Uhr Abends fiel ich in einen komatösen Schlaf.
Am zweiten Tag ging es mit einigen spielerischen Übungen und weiteren Bremsübungen auf leichtem Schotter weiter. Ganz erstaunlich was man mit dem Mountainbike auch auf diesem von Rennradlern äusserst gehassten Belag für eine Kontrolle haben kann. Die nächste steile Abfahrt wartete auch nicht lange auf sich und es wurde auch immer weniger eine wirkliche Mutprobe, denn mittlerweile bekam ich mehr vertrauen in das Rad und meine Fähigkeiten. Natürlich ging es auch an diesem zweiten Tag für mich nicht ganz ohne Sturz. Allerdings sind das niemals richtige Stürze, sondern vielmehr ein Umfallen fast aus dem Stand, bzw. beim losfahren. So ist das diesmal auch beinahe schrammenfrei abgelaufen.
Da wir uns während der Übungen am zweiten Tag immer weiter in die Freiburger Bergwelt hochgefahren haben, hatten wir zum Ende hin eine wunderschöne Abfahrt quasi komplett auf Trails auf der wir das Erlernte anwenden konnten.
Ich habe keine Sponsoren und brauche für nichts und niemanden Werbung machen. Wenn ich aber von einem Produkt wirklich überzeugt bin, mache auch auch gerne dafür Werbung. Dieses Fahrtechnik-Training kann ich nur weiter empfehlen. Nicht nur für angehende Mountainbiker, durch die verschiedenen Gruppen kommen auch bereits geübte Fahrer auf ihre Kosten und können bestimmt noch so einiges dazu lernen. Ausserdem mag ich die Stimmung in der Gruppe die das gesamte Hirsch-Sprungteam "zaubern" kann.
Für mich war das ein sehr gelungenes Kontrastprogramm zu der Kilometerbolzerei auf dem Rennrad und ich denke einiges des gelernten kann ich auch auf dem Rennrad anwenden. Wer weiss, vielleicht steht ja auch ein Mountainbike schon bald mal auf meiner Einkaufsliste, allerdings werde ich in einem meiner nächsten Posts erstmal noch ein anderes Velo vorstellen...
P.S. den Link zu Hirsch-Sprung findet ihr auf der rechten Seite...
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