Montag, 16. April 2012

Wieder mal Mallorca...Teil 3

Hier noch ein paar Bilder vom Mallorca Trainingslager.

Rolf auf dem Weg nach Sa Calobra


Die Strasse nach Sa Calobra

Am Kap Formentor


  

Am Samstag kam Rolf mit seiner Familie auf Malle an. Mit Rolf fahre ich ja dieses Jahr die Tour-Transalp und so konnten wir hier mal die ersten Kilometer in diesem Jahr zusammen fahren. Rolf wohnt in der Nähe von Köln, darum haben wir nicht die Möglichkeit viel zusammen zu trainieren.
Wir nutzten die Zeit gut und sind viele Kilometer und auch viele Höhenmeter gefahren.
Insgesamt bin ich im Trainingslager rund 1100 Kilometer und knapp 15000 Höhenmeter gefahren.  

 

Sonntag, 8. April 2012

Wieder mal Mallorca... Teil 2

Ich wusste, dass drei Velokollegen aus meiner alten Heimat auch gerade auf der Insel waren. Wie es der Zufall so will, waren sie sogar im selben Hotel. Wenn man bedenkt, wieviele Radfahrer auf der Insel waren und wie viele verschiedene Orte und Hotels es gibt, ein extremer Zufall.


So hatte ich beim Essen gesellschaft und natürlich haben wir uns auch zu einer Tour verabredet.  Am vierten Tag des Trainingslagers starteten wir zuerst in Richtung Arta. Über einen kleinen Berg ging es zur Eremita de Betlem, welche bis vor kurzem als Kloster genutzt wurde.



Weiter ging es über Manacor nach Petra. Petra ist unter den Radfahrern ein sehr bekannter Ort.


Eigentlich ein Ort wie alle anderen auf Mallorca unterscheidet er sich hauptsächlich durch den quadratischen Platz im Zentrum. Mehrere Kaffees laden zu einer kurzen Rast ein. Dies ist ein Treffpunkt zum sehen und gesehen werden, immer wieder interesant, was dort los ist. Wer auf Malle zum Radfahren ist, sollte sich dies unbedingt einmal ansehen.

Hanspeter, Günter, Reinhold und ich

Es war ein schöner Tag und es hat viel Spass gemacht, mal wieder mit alten Kollegen eine Tour zu machen, wozu sich sonst leider viel zu wenig die Möglichkeit bietet.

Samstag, 31. März 2012

Wieder mal Mallorca... Teil 1

Seit letzten Mittwoch bin ich bereits im Trainingslager auf Mallorca. Ich bin hier für insgesamt zehn Tage.
Am Mittwoch war Anreisetag. Gegen 15Uhr war ich am Hotel, danach wurde das Rad zusammengebaut und eine erste kleine Runde gedreht. Ich bin in einem Hotel in Can Picafort und wollte die Finca finden auf der Eva, die Cheffin von Hirsch-Sprung und somit Austrägerin vom Belchen hoch drei, momentan mit 16 Gästen eine Woche Radurlaub verbringt. Irgendwie bin ich aber an dieser riesigen Finca vorbeigefahren und habe sie nicht gesehen. Es war aber trotzdem eine schöne Einführungsrunde mit 50km.


Für den zweiten Tag haben wir uns dann in der Nähe von meinem Hotel verabredet, von wo aus ich dann mit dieser Gruppe mitfahren konnte.


Erst ging es flach und locker los, dass hatte sich allerdings beim Anstieg zum Kloster Luc dann gleich mal erledigt. Eva meinte sie fährt da mal einen Intervall hoch und so musste ich natürlich mit. Für mich wars Anschlag aber ich glaube für Eva und die beiden anderen aus der Gruppe, welche bei dieser Hatz mitmachten, ebenfalls. Ist natürlich nicht sonderlich sinnvoll und intelligent im Trainingslager den ersten Berg gleich raufzuknallen, aber macht Spass!
An der Tankstelle in der Nähe vom Kloster, war unglaublich viel los. Es hat immer recht viele Radfahrer an der Stelle aber in diesem Jahr habe ich das Gefühl es sind noch mehr.


Dann ging es weiter nach Sa Calobra. Eine ganz bekannte Strasse von 700Metern über dem Meer, bis auf Meereshöhe. Wenn man unten ist, muss man da auch wieder hoch.



Über Pollenca ging es dann wieder zurück nach Can Picafort. 150km und etliche Höhenmeter. Es scheint das Krafttraining zeigt gute Wirkung, ich habe schon ordentlich Druck auf dem Pedal.

Am dritten Tag bin ich wieder mit der Hirsch-Sprung Gruppe gefahren. Es ging einmal quer über die Insel. Über Sencelles sind wir zum Col de Söller gefahren. Dann weiter der Küstenstrasse folgend bis zum Port D Andratx. 


Auch da gab es wieder etliche Höhenmeter und diesmal 160km.



Kurz vor Andratx sind wir dann an dieser Stelle vorbei gekommen...


 Eigentlich unscheinbar aber genau an dieser Stelle hatte ich mir vor zwei Jahren das Schlüsselbein zusammengeschossen...


und von dieser Kneipe aus haben wir damals zum zweiten mal den Krankenwagen gerufen, beim ersten mal hatte das wohl nicht geklappt.



Am Ziel gab es dann erstmal eine Stärkung, bevor es mit dem Bus wieder zurück ging.

Dienstag, 20. März 2012

2. Messung Bern

Wie schon in früheren Postings geschrieben, nehme ich an einer Studie der Berner Fachhochschule teil. Für ihre Bachelor-Arbeit haben mir Sarah und Jolien ein spezielles auf mich abgestimmtes Kraft-Trainingsprogramm erstellt. Dazu bin ich zwei mal pro Woche im Studio und trainiere vor allem die Bein-, Bauch- und Rumpfmuskulatur.
Die Trainingsphase ist auf zwölf Wochen angesetzt. Zu Beginn der Studie wurden in einer ersten Messung die Ausgangswerte aufgezeichnet. Jetzt nach vier Wochen wurde die zweite Messung durchgeführt.


Um die Muskelaktivität aufzeichnen zu können, werden die entsprechenden Muskeln mit Sensoren/Elektroden überwacht. Das gibt einen ganz schönen Kabelsalat...


Dann geht es auf eine Beinpresse mit fixiertem Gewicht. Mit mehreren Maximalkrafttests, bei denen ich mal nur mit rechts, mal nur mit links und auch zusammen, soviel Kraft wie möglich aufbringe, werden die Muskelaktivitäten wie auch die Kräfte gemessen und später ausgewertet.


Sehr spannend wird vor allem sein, was ich aus meinem linken Bein rausholen kann und ob ich das mehr an Kraft auch auf dem Rad umsetzen kann. Vor allem in den Bergen auf der Transalp, könnte ich die zusätzliche Kraft gut gebrauchen.

Sonntag, 11. März 2012

Frühlingserwachen

Jetzt endlich gibt es mal wieder einen Eintrag zum Rennradfahren, lange ist es her. Ich war allerdings in der Zwischenzeit nicht untätig, ganz und garnicht.
Wie schon angedeudet nehme ich an einer Studie teil. Es wird versucht durch ein spezielles Kraftprogramm die Dysbalancen, welche meine beiden Beine haben, etwas auszugleichen. Dazu bin ich zwei mal die Woche im Fitnessstudio und trainiere die Maximalkraft. Das haut ganz schön rein.

Dazu kommen noch circa 10 Stunden Training auf dem Rad. Das Wetter spielt auch langsam mit, die Temperaturen sind ja stellenweise sogar schon zweistellig. Unter der Woche wird der Arbeitsweg wieder zum Training genutzt und am Wochenende bin ich meist mit dem Club unterwegs.



Die letzten drei Wochen hatten wir mit Pro cycling Aarau bereits wieder sehr schöne Ausfahrten. Hauptsächlich bewegen wir uns im Grundlagenausdauer-Bereich, wobei am Berg die guten Vorsätze meist schnell verflogen sind und der Dampfkochtopf kurz vor dem zerbersten steht... macht halt auch Spass!



Der zweite Saisonhöhepunkt steht jetzt fest. Ich habe mich zum "Rad am Ring" angemeldet. Ein 24 Stunden Rennen in der Eifel, genauer am Nürburgring. Aufgrund der Streckencharakteristik sicher kein einfaches Rennen, es wird darauf ankommen sich die Kräfte sehr gut einzuteilen.

Am 28. März geht es zum Trainingslager für zehn Tage nach Mallorca. Dort wird der Fokus noch auf den Grundlagen liegen, jedoch wird das Training dort schon deutlich Richtung Berge ausgedehnt werden. Schliesslich will ich zur Transalp Ende Juni fit für ebendiese sein.

Montag, 6. Februar 2012

Eiszeit

Da ich mir auf dem Arbeitsweg eine Frostbeule auf der Kniescheibe geholt habe, musste ich einsehen, dass es jetzt doch zu kalt ist um draussen zu trainieren. Im Januar habe ich doch noch den einen oder anderen Kilometer sammeln können nachdem wir wieder zurück in der Schweiz waren. Das sollte eigentlich so weiter gehen. Naja, kann man nichts machen, wird halt drinnen etwas mehr trainiert.
Im Moment bin ich mir immer noch nicht sicher was mein zweiter Saisonhöhepunkt dieses Jahr sein soll. Die Transalp steht ja fest aber dann muss noch ein Langstreckenrennen ins Programm, damit ich meinem Ziel, der Qualifikation zum RAAM, wieder etwas näher kommen kann. Keine Angst, ich fahre nicht nur zwei Rennen aber ich sehe zwei Höhepunkte vor.
Ab nächster Woche beginne ich mit einem speziellen Krafttraining, dazu ab nächster Woche mehr. Nur soviel: das wird sehr spannend...

Mittwoch, 18. Januar 2012

Kia Orana - Grüezi mitenand

Wie schon erwähnt bin ich und Nadine nach dem Neuseeland Trip, auf dem wir die komplette Südinsel umrundet haben, weiter auf die Cook Islands geflogen. Das war schon seit sehr langer Zeit mein Traumziel Nummer eins nachdem ich über die Inseln einen Bericht im Fernsehen sah. Die Cook Islands bestehen aus 15 Inseln bzw. Archipelen und wir haben drei davon besucht.

Als erstes war Rarotonga auf dem Programm, die Hauptinsel mit den meisten Einwohnern. Ca. 14000 Leute wohnen dort.


In der Mitte bergig und unbewohnt, spielt sich das ganze Leben rund um die 32km lange Ringstrasse ab, die immer in Küstennähe um die Insel führt. An dieser Küste sieht es dann folgendermassen aus:

 
Ein Südsee-Paradies ohne Massentourismus mit sehr freundlichen Einwohner und quasi ohne giftige Tiere. Wenn man mal die Moskitos, von denen es mehr als genügend hatte, und ein paar Fische, welche man sehr selten zu Gesicht bekommt ignoriert. Das es gerade soviel Moskitos hatte lag hauptsächlich an der Jahreszeit.

Auf den Inseln wachsen sämtliche Obstsorten, welche man aus dem Supermarkt kennt. Man kann einfach in den Wald gehen und findet z.B. Mango.



Aber auch Bananen (wichtig für Radfahrer), Ananas, Papaya und und und wachsen dort. Wir brauchten das Obst nie kaufen, entweder bekamen wir das von den Unterkünften oder von den Einheimischen geschenkt. Einmal lagen wir an einem Strand und als wir gehen wollten kam eine ältere Frau mit Mangos und Bananen und schenkte sie uns und wünschte uns noch einen schönen Aufenthalt. Einfach so.



Kein Wunder fühlten wir uns gleich sehr wohl, was sich auch an der Kleidung bemerkbar machte.

Mit dem Flugzeug ging es dann auf das zweite Archipel nach Aitutaki. Eine etwas andere Insel, welche nicht so bergig ist und welche auch aus mehreren unbewohnten kleineren Inseln und einer Hauptinsel besteht.


Hinter diesen Palmen, man kann es kaum erkennen, liegt unser Bungalow. Keine zehn Meter bis an den Strand und am linken Rand sieht man schon mein neues Lieblinsspielzeug...



In Aitutki haben wir eine Bootstour gemacht, auf denen auch die äusseren Inseln angefahren wurden. Zudem hat es da auch die Möglichkeit zu unserem zweiten neuen Hobby gegeben, das Schnorcheln. Bereits auf Rarotonga haben wir das ausprobiert und waren schon dort begeistert. Fische und Korallen wie im Aquarium, nur in der freien Natur. Da ich eigentlich kein guter Schwimmer bin, war ich überrascht, wie einfach das im Meer war und wie lange man einfach so treiben konnte.
Aitutaki hat schon deutlich weniger Einwohner, ca 1800.



Auf diesem Bild kann man ganz schwach die Lieblingsbeschäftigung der Polynesier sehen. Sie sitzen gegen Abend stundenlang in Grüppchen, wahrscheinlich Familien, im Meer. Auffällig dabei ist das sie immer ein T-Shirt anhaben und allgemein sehr gut gelaunt sind. Wahrscheinlich weil sie nicht dauernd den Schrott im Fernsehen anschauen...

Das dritte Ziel war dann Atiu. Zu dem Zeitpunkt als wir dort waren hatte es ca 400 Einwohner und genau 9 Touristen. 7 Davon, inkl. wir zwei, sassen im gleichen Flugzeug. Die anderen beiden Touris haben wir nicht gesehen. 

Das Fliegen auf den Cook Island läuft wesentlich einfacher ab als man das gewohnt ist. Sicherheitskontrollen gibt es keine aber in Atiu am Flughafen wird man darauf aufmerksam gemacht z.B. Atombomben gegebenenfalls an den Pilot auszuhändigen. Allerdings ist es auch ein "Voluntary Security Check" also auch freiwillig.


Atiu ist die Ursprünglichste der Inseln auf denen wir waren.
Auf Atiu kann man an einem sehr alten Ritual teilnehmen. Entstanden nachdem die Christen den Alkohol gegen 1836 auf der Insel verboten. Die Männer zogen sich in den Busch zurück um heimlich ihr selbstgebrautes "Bier" zu trinken. Es heisst Bier, hat aber nicht viel mit dem uns bekannten Bier gemeinsam. Zum einen schmeckt es gut (ich kann normales Bier überhaupt nicht ab...) und zum anderen hat es deutlich mehr Prozente. Das sogenannte Tumunu läuft dann so ab, das alle in einem Kreis um den "Barkeeper" sitzen. Der hat eine kleine Kokosnuss, in die er aus dem weissen Eimer Bier einfüllt. Dann streckt er dem ersten den Becher hin, der trinkt aus, der Barkeeper füllt wieder und der nächste ist an der Reihe. Logisch ist dann relativ schnell eine gute Stimmung im Busch. Man kann den Becher allerdings auch mit einer Handbewegung ablehen und eine Runde auslassen. Bei Touristen sind auch Frauen zugelassen. Wenn man genug hat, geht man einfach wieder nach Hause, vorzugsweise mit dem Roller...

Selten habe ich so freundliche Menschen erlebt wie in den Cook Islands. Speziell auf Atiu, wo man als Tourist immer angelächelt und einem zugewunken wird. Zu den optischen Reizen der Inseln braucht man glaube ich nur die Bilder sprechen lassen.


Zum Schluss noch ein Bild aus dem Flugzeug, welches uns am Ende von Atiu aus wieder nach Rarotonga gebracht hat.


Man achte besonders auf die vielen Blumen...


Sonntag, 1. Januar 2012

Top 10 List - Vorteile von Einbeinigen

Zum Auftakt in das neue Jahr erst mal etwas nicht ganz sooo ernst gemeintes, die Top 10 der Vorteile die ich durch meine Einbeinigkeit habe...

10: Zehennägel müssen nur an einem Fuss geschnitten werden

9: Beim Tanzen wird mir nur halb so oft auf den Fuss gestanden

8: Ich brauche nur halb so viele Socken und Paare zu Suchen entfällt komplett

7: Als Radfahrer brauche ich nur ein Bein rasieren

6: Bei schlechten Schuhen drückt nur ein Schuh

5: Ich brauche nur ein Bein mit Sonencreme einschmieren

4: Wenn mir ein schweres Gewicht auf den Fuss fällt, habe ich eine 50% Chance dass er die Prothese trifft

3: Gewichtstuning beim Radfahren, die Radprothese ist leichter als ein echtes Bein

2: Ich friere im Winter nur an einen Fuss

Trommelwirbel für die unangefochtene Nummer 1!


1: Die verdammten Scheiss-Moskitos können nur ein Bein verstechen...



Freitag, 23. Dezember 2011

Kia Ora


Ich wünsche eine schöne Weihnacht und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Ich werde diese beiden Ereignisse in Neuseeland bei meinem Urlaub verbringen.


Nadine war bereits seit September hier um eine Sprachschule zu besuchen und ich bin Mitte Dezember gefolgt und werde sie mit einem Abstecher auf die Cook Islands wieder zurückholen.

Ganz ohne Rad geht das natürlich nicht, zumal es hier angenehm warm ist und man schön im kurzen Trikot unterwegs sein kann. Die Saison ist jedoch definitiv beendet und in diesem Urlaub werde ich auch nur kurze Ausfahrten unternehmen.


Die Neuseeländer sind bekannt für ihre steilen Strassen, die steilste in Dunedin haben wir nur besichtigt, da hatte ich zum Glück kein Velo dabei.


Aber gestern bin ich auf den Bluff Hill gefahren, nur 260 Höhenmeter aber mit das steilste was ich bisher gefahren bin.


Heute ist Weihnachten und es fühlt sich gar nicht danach an.
Die Hauptveranstaltung für nächstes Jahr steht seit Anfang Dezember auch fest. Ich werde zum zweiten Mal nach 2007 die Tour-Transalp fahren. Eines der schwersten Etappenrennen für Amateure, von Mittenwald nach Arco am Gardasee. Dieses Mal werde ich mit Rolf fahren, ich hoffe ich kann ihm auch folgen…
Somit ist die Hauptveranstaltung im nächsten Jahr kein Langstreckenrennen, ich werde aber trotzdem noch mindestens ein 24h Rennen  fahren. Welches steht noch nicht fest.